Nächste Schritte an den Geberzylindern für Kupplung und Bremse

We made some more steps working on the hydraulic part of the clutch, facing some compatibility issues between new spare parts and the old components.

Die nächsten Schritte beim Austausch der Hydraulikeinheit zur Ansteuerung von Kupplung und Bremse unseres GAZ 66 hatte dann wieder einige Tücken, die wie so oft im Detail liegen. Die entscheidende Komponente ist eine Kombination aus Bremsflüssigkeitsbehälter und den Geberzylindern für Kupplung und Bremse, die jeweils einkreisig von dieser Baugruppe aus angesteuert werden. Die hierfür häufig verwendete Bezeichnung Hauptbremszylinder halte ich schlichtweg für falsch, diese Bezeichnung trifft wohl beim GAZ 66 eher auf die Komponente am Bremskraftverstärker zu.

Besagtes Teil sitzt oberhalb der Pedalerie für Kupplung und Bremse und ist ohne erhebliche Verrenkungen nicht erreichbar. Besonders viel Spaß macht dabei der Anschluss der beiden Kupferleitungen am hinteren unteren Ende, jenseits der eigentlichen Pedale und Pedalhebel, gut verdeckt von den Rückholfedern für die Pedalhebel. Ausgebaut kann man sich das aber gut anschauen.

Pedalerie ausgebaut und aufgeklappt
Pedalerie ausgebaut und aufgeklappt

Die bei uns schräg eingebauten Winkelstücke für den Leitungsanschluss und den Bremslichtschalter können parallel zu den Hauptachsen der ganzen Mechanik eingesetzt werden, also so, wie man das spontan macht. Bei unserem GAZ war das alles sehr verdreht und sorgte auch für Probleme mit den Anschlüssen für das Bremslicht. Das war noch leicht zu durchschauen. Die Kupferringe unbedingt bei jedem Zusammenbau erneuern, Undichtigkeiten an dieser Stelle sind in eingebautem Zustand nicht vernünftig zu analysieren, da kommt man nicht hin.

Hydraulikanschlüsse der beiden Geberzylinder
Hydraulikanschlüsse der beiden Geberzylinder

Mechanisch werden die Geberzylinder durch zwei Stangen vom Pedalhebel aus betätigt, bei denen sich die Maße am Ende an den Zylindern geändert haben. Die neuen Stangen wurden mit der Hydraulikkomponente geliefert, es fehlt aber die Buchse, um diese am Pedalhebel sauber zu führen.

Betätigungsstangen neues und altes Modell
Betätigungsstangen neues und altes Modell

Wir haben daher in die neuen Stangen, von denen wir zumindest eine verwenden müssen, eine Buchse aus einem passend aufgeriebenen Kupferrohr mit Zweikomponentenkleber eingeklebt und so eine saubere Führung erreicht. Das Anfertigen einer Bronzebuchse wäre die professionellere Lösung gewesen, diese war aber in der verfügbaren Zeit nicht realisierbar.

Kupferrohr plus präzise Reibahle ergibt Buchse
Kupferrohr plus präzise Reibahle ergibt Buchse
sauber ausrichten
sauber ausrichten

Beim Kleben UNBEDINGT die Aushärtezeiten einhalten.

Stange mit endbearbeiteter Buchse
Stange mit endbearbeiteter Buchse
eingebaute Stange mit Verschraubung
eingebaute Stange mit Verschraubung

Aufgrund der Verschraubung kann auch eine gebrochene Verklebung nicht zum Verlust der Kraftübertragung führen, allerdings würde die Präzision in der Bedienung deutlich verloren gehen.

Komplettiert sieht das dann so aus:

Gesamtansicht Pedalerie
Gesamtansicht Pedalerie

Gesamtansicht Pedalerie von der anderen Seite
Gesamtansicht Pedalerie von der anderen Seite

In eingebautem Zustand ist die Einheit dann kaum zugänglich:

Pedalerie eingebaut
Pedalerie eingebaut

Probleme bereitet uns hier noch die Dichtigkeit der Hydraulikanschlüsse, sowie die verwendete Technik und das verwendete Material. Die Leitungen sind aus Kupfer, es handelt sich hierbei um Leitungen mit einem Durchmesser von 6,35 mm, d.h. 1/4″. Der vorgefundene Bördel ist ein Typ D. Beides ist nicht gerade marktgängig.

Den Bördel Typ D kann man allerdings recht einfach erstellen, es ist die Vorstufe zum Typ F, es wird mit dem Bördelgerät einfach mit dem Dorn die Kupferleitung aufgeweitet und danach nicht gestaucht. Passendes Werkzeug und CuNiFer-Leitungen in 1/4″ haben wir beim Korrosionsschutz Depot gefunden.

Wir haben mit Kollegen, die ebenfalls alte Laster restaurieren, intensiv darüber diskutiert, ob man statt der starren Leitungen nicht besser flexible und ummantelte Schläuche einsetzen kann. Aufgrund der Nähe zu den Pedalhebeln, die ja doch mit Kraft bedient werden, sehe ich die Gefahr, dass dort flexible Leitungen, die nicht präzise am vorgesehenen Ort bleiben, leicht abgeschert werden könnten. Daher halte ich eine flexible Verlegung für keine gute Idee, es geht immerhin um die zentrale Ansteuerung nicht nur der Kupplung, sondern auch der Bremse.

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