Schlagwort-Archive: Reisen

Berichte von unterwegs – oder den Vorbereitungen dazu

Kloster und Insel Walaam im Ladogasee

Visiting Lake Ladoga definitely has to include one of the cultural heritages of the region: The Walaam monastry on Walaam island. As this blog is focussing technical topics a bit more than important cultural items I have to mention the famous Russian Meteor boats as well as the interesting Ural trucks of the local fire brigade.

Kloster Walaam
Kloster Walaam
Kloster, Kirche und umgebender Park
Kloster, Kirche und umgebender Park

Anyhow, the monastry and especially its church are worth to be visited.

Wer die Region um den Ladogasee bereist, der sollte in jedem Fall einen Besuch auf der Klosterinsel Walaam mit einplanen. Diese gilt mit Kloster und zugehöriger Kirche zu Recht als einer der kulturellen und kunstgeschichtlichen Höhepunkte dieser Region. Wir haben uns für die Überfahrt von Sortavala entschieden, da dies nach unserer Recherche die schnellste und am regelmäßigsten bediente Verbindung ist.

Meteor am Anleger
Meteor am Anleger

Ziel am Festland: Fähre zur Klosterinsel Walaam
N61.69971 E30.69106

Ziel: Klosterinsel Walaam

Info: Das Kloster Walaam ist ein stauropegisch-orthodoxes Kloster in Karelien im Nordwesten Russlands. Es liegt auf der Insel Walaam im Ladogasee.
https://valaam.ru/monastery/eng.php
+7 814 304 45 84 N61.389018 E30.944250

lokale Verkehrsmittel
lokale Verkehrsmittel

Der Ladogasee ist der größte Binnensee Europas, die Strecke von Sortavala nach Walaamo beträgt 40 km, was leicht unterschätzt wird. Ab Sortavala werden die berühmten russischen Tragflächenboote vom Typ Meteor eingesetzt, nicht nur für Technikfans ein Erlebnis der besonderen Art. Die Überfahrt ist mit ca. 40 EUR für die Hin- und Rückfahrt nicht gerade spotbillig, die kurze Reisedauer von ca. 50 Minuten für die einfache Strecke rechtfertigt aber den Preis.

Auf der Insel selbst ist die Hauptsehenswürdigkeit die Klosterkirche, in der leider nicht fotografiert werden darf und für deren Betreten strenge Bekleidungsvorschriften gelten. Wickelröcke und Kopftücher für die Damen liegen kostenlos bereit.

Die Insel bietet eine Menge Möglichkeiten für nette Wanderungen und zur Erkundung weiterer historischer Gebäude. Aufgrund des strömenden Regens haben wir uns aber nach dem ausgiebigen Besuch der Kirche auf den Nahbereich des Klosters mit einem Besuch mit einer recht neu errichteten Feuerwache und der Begutachtung des zugehörigen Fuhrparks beschränkt.

Fuhrpark der Feuerwehr
Fuhrpark der Feuerwehr
ein weiterer Meteor in Gegenrichtung
ein weiterer Meteor in Gegenrichtung

Ivecotreffen in Rantala – Karelien zwischen Ladogasee und finnischer Grenze

One of the main topics of our trip was travelling to a region that we could not reach so easily and where we could use our 4×4 trucks in a way they were made for: Karelia between the west shore of Lake Ladoga and the Finnish boarder.

Some friends of us were also travelling in the same region at the same time, so we had agreed to meet at a place called ‚Rantala‘, where you usually rent small block houses for your holiday. Having campers with trucks was obviously a new experience to the place, but we were welcomed very hearty. To reach the place you should avoid using standard mobile homes due to the local road conditions.

Manchmal gibt es auch gut ausgebaute Abschnitte
Manchmal gibt es auch gut ausgebaute Abschnitte, wie hier an der offiziellen Grenze zu Karelien

Übernachtung: Camping Rantala
http://rantala.ru/glavnaya/welcome.html
+7 921 796 66 97 N61.43767 E30.23767

Eines der Hauptziele unserer diesjährigen Reise war eine für uns etwas abgelegene Region, in der wir unsere Allrad-Fahrzeuge mal ein wenig fordern wollten und konnten: Karelien zwischen dem Ladogasee und der finnischen Grenze. Freunde von uns war zu gleicher Zeit mit ähnlichen Fahrzeugen auf ähnlichen Touren in der gleichen Region, so dass wir vereinbart hatten, uns auf einem Campingplatz namens ‚Rantala‘ zu treffen.

immer geradeaus in Richtung Wildnis
immer geradeaus in Richtung Wildnis
bis auch die Fernstraßen zumindest teilweise geschottert sind
bis auch die Fernstraßen zumindest teilweise geschottert sind

Campingplätze sind in dieser Region selten, dort ist man eigentlich auf die Vermietung von Blockhäusern ausgelegt und hatte Wohnmobile unserer Art wohl noch nicht zu Gast. Wir wurden trotzdem sehr herzlich aufgenommen und hatten dort eine gute Zeit.

Die Anfahrt nach Rantala war für unsere 4×4-Laster eine ideale Spielwiese. Der Iveco wurde vermutlich nach langer Zeit das erste Mal wieder artgerecht eingesetzt, von einer Anreise mit einem normalen Wohnmobil möchten wir hier aber aufgrund der Wegeverhältnisse eindeutig abraten.

Schlaglöcher im Birkenwald
Schlaglöcher im Birkenwald
Schlaglöcher zwischen Wiesen
Schlaglöcher zwischen Wiesen
Da werden auch die Allrad-LKWs älter...
Da werden auch die Allrad-LKWs älter…
traumhafte Seenlandschaft
traumhafte Seenlandschaft
endlose Landschaft
endlose Landschaft
erste Schilder mit Hinweisen auf unser Tagesziel
erste Schilder mit Hinweisen auf unser Tagesziel
und Straßen der Kategorie 'weiß' für unsere Laster fast etwas eng werden
Straßen der Kategorie ‚weiß‘ werden selbst für unsere Laster fast etwas eng
bekannte Allrad-Laster aus unterschiedlichen Richtungen
bekannte Allrad-Laster aus unterschiedlichen Richtungen
Rantala bietet jede Menge Platz und alles was wir brauchen.
Rantala bietet jede Menge Platz und alles was wir brauchen.
Für Fans unseres eigentlichen Themas: Der lokale GAZ 66.
Für Fans unseres eigentlichen Themas: Der lokale GAZ 66.

Wenn irgendjemand unserer Empfehlung folgt und den Platz nutzt, dann bitte ganz liebe Grüße von den verrückten Deutschen mit den Allrad-Lastern ausrichten, man wird sich an uns erinnern.

Wyborg im Regen

On our way to the North we also made a short visit to the ancient town of Wyborg. Unfortunately it was raining and the fort was under restauration, so other visitors might get a better impression. (It wasn’t really that bad. 🙂 ) The market hall was definitely worth a visit, although not mentioned in our official travel guide.

Festung in Wyborg
Festung in Wyborg

Auf dem Weg weiter nach Norden haben wir auch einen Abstecher nach Wyborg gemacht. Wyborg hat eine lange Geschichte als Stadt und hat mit der Festung und der Altstadt auch durchaus ein paar nette Ecken.

zwei Ivecos zwischen Festung und Altstadt in Wyborg
zwei Ivecos zwischen Festung und Altstadt in Wyborg

Unser Eindruck hat unter der Regenfront, die uns in Wyborg massiv erwischt hat, etwas gelitten. Mit mehr Sonne und weniger Gerüst an der Festung (die Restaurierungsarbeiten als solche machten einen sehr professionellen Eindruck) wäre es sicherlich noch netter gewesen.

zentraler Platz in der Wyborger Altstadt
zentraler Platz in der Wyborger Altstadt

Ein besonderes Highlight war der Besuch der Markthalle, die einen typischen lokalen Markt beherbergt und über ein gutes Angebot ohne touristische Preisaufschläge verfügt.

Markt in der Markthalle in Wyborg
Markt in der Markthalle in Wyborg

Besuch bei Ilja

North of St. Petersburg we met Ilja, a good friend of us from ALG. He had already helped us with parts and information regarding the GAZ 66, so now it was time to meet Ilja in person. Ilja builds wonderful Off Road Campers, currently he has projects based on Unimog and a fantastic Scania in his workshop.

Beside these activities Ilja is the owner of a GAZ 66 that is very similar to our GAZ and that is also restored to a very original condition. An easy meeting point was a memorial with two tanks close to his workshop. Many thanks to Ilja for the nice meeting.

In der ALG, unserem Lieblingsforum, haben wir mittlerweile auch zahlreiche internationale Teilnehmer. Auf diesem Weg haben wir auch unseren Freund Ilja kennengelernt, der uns in der Vergangenheit bereits mit Rat und Tat zu unserem GAZ 66 zur Seite gestanden hat. Was lag also näher, als Ilja auf unserer Reise zu besuchen?

Ilja baut professionell Wohnmobile aus, in einer Qualität und auf einem Niveau, von dem wir mit unserem aktuellen Provisorium noch weit entfernt sind. Bei unserem Besuch konnten wir uns aktuelle Projekte auf Basis eines Unimog und eines Scania anschauen, die prompt auf der Wunschliste für den Fall eines größeren Lottogewinnes gelandet sind.

Nebenher hat Ilja aber auch noch einen GAZ 66, den wir angeschaut haben. Bei diesem Fahrzeug verfolgt Ilja das gleiche Ziel wie wir mit unserem GAZ: Eine möglichst originalgetreue Erhaltung, die trotzdem eine Nutzung als Wohnmobil erlaubt. Anbei der GAZ 66 und ein paar der wunderschönen original erhaltenen Details:

Iljas GAZ 66
Iljas GAZ 66
Küchenzeile im Kung-Koffer
Küchenzeile im Kung-Koffer
Stromversorgung im 'Kung-Koffer
Stromversorgung im ‚Kung-Koffer
Türleuchte im Kung-Koffer
Türleuchte im Kung-Koffer

Shlisselburg oder Schlüsselburg

The next place we visited was the fort at Shlisselburg. The suggested place to park our two campers worked better than expected, it was still beginning of the season. Two or three busses would easily be able to fill the place. The fort can be reached by a ferry boat for a small fee. This was the first time we reached Lake Ladoga.

Festung Schlüsselburg
Festung Schlüsselburg

Als nächstes besuchten wir die Festung Schlüsselburg am Ladogasee. Der vorgesehene Parkplatz für unsere beiden Ivecos funktionierte und war in unmittelbarer Nähe der Fähre zur Festung. Wenn Hochsaison ist stehen hier aber vermutlich auch Reisebusse und dann wird es recht schnell eng.

http://www.spbmuseum.ru/themuseum/museum_complex/oreshek_fortress/?lang_ui=en
+7 812 230 64 31 N59.958029 E31.031633

Historische Gemäuer in der Festung Schlüsselburg
Historische Gemäuer in der Festung Schlüsselburg

Übernachtung beim Bernsteinzimmer

To complete our cultural Programm in the Peterburg region we also visited the Catherine Palace, where the legendary Amber Room is probably the best known part. We found a great, but not official place to park our Ivecos and had a wonderful walk through the park. A visit of the interior of the palace was not possible in the morning as all time slots before noon are reserved for groups.

Ein weiteres kulturelles Highlight der Region um Sankt Petersburg ist der Katharinenpalast, am besten bekannt für das dort befindliche Bernsteinzimmer. Wir haben einen nicht offiziellen, aber zumindest in unserem Fall unproblematischen Übernachtungsplatz am Rande des Parks gefunden. Dort haben wir außerhalb der Saison wohl niemanden gestört.

Übernachtungsplatz am Katharinenpalast N59.725666 E30.393194

Von dort aus haben wir am nächsten Morgen einen wunderschönen Spaziergang durch die frei zugänglichen und weitläufigen Parkanlagen gemacht. Eine Besichtigung des Inneren des Palastes oder des Bernsteinzimmers war morgens für uns als Individualreisende nicht möglich, da vormittags wohl nur Gruppen eingelassen werden.

Anbei noch ein paar Impressionen aus dem Umfeld des Katharinenpalastes:

Haus im Park des Katharinenpalastes, südlich von Sankt Petersburg
Haus im Park des Katharinenpalastes, südlich von Sankt Petersburg
kleine Brücke im Park des Katharinenpalastes
kleine Brücke im Park des Katharinenpalastes
Seitenansicht des Katharinenpalastes
Seitenansicht des Katharinenpalastes
Sicht aus dem Park auf den Palast
Sicht aus dem Park auf den Palast
Weg zurück durch den Park
Weg zurück durch den Park

Registrierung in und um Sankt Petersburg

When you travel to Russia as a foreigner from EU countries you have to follow frequently changing rules regarding the requirements of your registration. If you stay at an unopened camping site this task stays with yourself. We solved it at the attached address. Many thanks to the lady that provided us with this information.

Als EU-Ausländer unterliegt man in Russland Regularien zu Registrierung, die sich immer mal wieder ändern. Üblicherweise kennen die Hotels oder Campingplätze, in denen man bleibt, die Regularien gut und übernehmen diese Formalität. Da wir aber bei unserem Besuch der Region von Sankt Petersburg auf einem saisonal noch nicht geöffneten Campingplatz geblieben sind, mussten wir uns selbst um die Registrierung kümmern. Vielen herzlichen Dank an die Dame, die uns mit den notwendigen Informationen weitergeholfen hat.

Die entsprechenden Regularien zitiere ich hier von der Seite des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland, Stand 05.06.2017:

Anlässlich des FIFA-Konföderationen-Pokals 2017 („Confed Cup“) gelten besondere Regelungen für die Anmeldung (Registrierung) nach Einreise in die Russische Föderation. Während des Zeitraums vom 1. Juni 2017 bis 12. Juli 2017 müssen sich Reisende in den Städten Moskau, St. Petersburg, Kasan und Sotschi (Spielorte) binnen 24 Stunden registrieren lassen. Bei Unterkunft in einem Hotel erfolgt die Registrierung automatisch, in anderen Fällen muss die einladende Person bzw. Organisation aktiv werden.

Wir sind mit diesem Zettel ausgestattet problemlos zur entsprechenden Stelle in Sankt Petersburg gekommen und konnten dort die Formalitäten mit einer Bearbeitungszeit von einem Tag für 20 EUR pro Person durchführen lassen.

hilfreicher Zettel zur Registrierung in Sankt Petersburg in kyrillischer und lateinischer Schrift
hilfreicher Zettel zur Registrierung in Sankt Petersburg in kyrillischer und lateinischer Schrift

Weitere Details finden sich noch auf der Visitenkarte dieser Agentur:

Visitenkarte der Registrierungsagentur in Sankt Petersburg
Visitenkarte der Registrierungsagentur in Sankt Petersburg

Wir haben die Registrierung leicht mit unseren Besuchen der Sankt Petersburger Sehenswürdigkeiten verbinden können, die Agentur liegt unweit einer gut erreichbaren Metrostation mitten in der Stadt.

Zu den Sehenswürdigkeiten in Sankt Petersburg haben berufenere und kulturell tiefer in der Materie steckende Zeitgenossen bereits soviel geschrieben, dass ich hier nur sage: Der Besuch lohnt sich.

Wir haben es sogar geschafft, ohne Warteschlange in die Eremitage zu kommen.

Außenansicht der Eremitage in Sankt Petersburg
Außenansicht der Eremitage in Sankt Petersburg