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Aggregate – wenn man schon gerade am Motor arbeitet

Our engine specialist still isn’t back to his workshop and we wish him all the best for the problems with his spinal disk problem. In the meantime we want to present some more details from the work we already did during the engine (ZMZ 66) overhaul on our GAZ 66. Focus of these activities was the elimination of oil leakages.

Special hint for replacing the water pump: The cooler can – after loosening some screws – be tilted a bit forward. That way it is possible to remove the complete pump including the fan. The screws that mount the fan to the pump are so long that you cannot remove them easily to take the fan out separately.

Unser Motorenspezialist ist nach seinem Krankenhausaufenthalt auf dem Weg der Besserung, so etwas braucht einfach seine Zeit – und die soll es auch haben. In der Zwischenzeit gibt es also keine Neuigkeiten zum Motor (ZMZ 66), wir wollen die Gelegenheit aber nutzen, ein paar Details von den Arbeiten am Motor unseres GAZ 66 zu zeigen, die wir mit erledigt haben, wenn der Motor schon in Bearbeitung ist.

Fokus der zusätzlichen Arbeiten war das Reinigen und Abdichten von Ölundichtigkeiten. Einige Dichtungen waren nach über 30 Jahren einfach nicht mehr die Besten und jetzt kommt man gut an sie heran. Passenden Ersatz hatten wir aus Kaliningrad mitgebracht.

Eine wichtige Lektion haben wir auch gelernt: Die Wasserpumpe sollte man am Stück, d.h. inklusive Lüfterrad ausbauen. Der Kühler lässt sich dazu nach dem Lösen weniger Muttern and den Verstrebungen ausreichend weit nach vorne neigen. Die Schrauben, die das Lüfterrad an der Wasserpumpe fixieren, sind so lang, dass sie nicht einfach im eingebauten Zustand der Pumpe demontiert werden können. Es sei denn, der Kühler wäre komplett ausgebaut, dann mag das klappen.

Die Wasserpumpe hatte geringes Längsspiel im Lager und kleinere Schäden an Pumpenrad, daher haben wir dann nach dem Abdichten gleich die vorhandene neue Pumpe montiert.

alte und neue Wasserpumpe an unserem GAZ 66
alte und neue Wasserpumpe an unserem GAZ 66

Nach der Demontage der Wasserpumpe war eine weitere Komponente zugänglich, die wir bisher noch ignoriert hatten. Das lag sicherlich auch daran, dass diese Komponente in der Vergangenheit von unten reichlich Schlamm und von oben regelmäßig Öl abbekommen hatte, sie zum Reinigen aber nur schwer zugänglich ist. Die Abregeldrehzahl des ZMZ 66 liegt regulär bei 3.400 U/Min., gesteuert wird die über eine Unterdruckeinheit, die vorne am Motor auf der Nockenwelle sitzt. Ausgebaut und gereinigt sieht das so aus:

Unterdruckeinheit zerlegt und gereinigt
Unterdruckeinheit zerlegt und gereinigt
Unterdruckeinheit abgedichtet und zusammengebaut
Unterdruckeinheit abgedichtet und zusammengebaut

Die Benzinpumpe unseres GAZ 66 bekam lediglich eine neue Dichtung auf der Seite zum Motorblock, um auch dort die Ölleckagen zu beseitigen. Nach einer gründlichen Reinigung sah die wieder richtig gut aus:

mechanische Benzinpumpe nach der Reinigung
mechanische Benzinpumpe nach der Reinigung

Und wieder einmal gilt: Hylomar blau oder eine vergleichbare Flüssigdichtung ist mein Freund.

Shopping in Kaliningrad 2016

As last year we did some shopping when we visited Kaliningrad. There is a good source for GAZ 66 parts in excellent quality for a reasonable price. Some of the parts are needed for the planned repair of the engine and some work around that, the rest – especially the bigger parts – will stay on stock as our reserve.

Wie auch im vergangenen Jahr haben wir unseren Kaliningradaufenthalt genutzt, um unsere Ersatzteilbestände aufzustocken. Einige Kleinteile werden zur Beseitigung des Kompressionsproblems und den damit sinnvoll zu verbindenden Arbeiten benötigt, der größte Teil – insbesondere Komponenten wie Lichtmaschine, Anlasse, Bremskraftverstärker etc. – sind als Reserve geplant und werden eingelagert.

Ölwannendichtungen und Zylinderkopfdichtungen
Ölwannendichtungen und Zylinderkopfdichtungen
Dichtungssätze für die Ansaugspinne
Dichtungssätze für die Ansaugspinne
Tachometer und Tachowelle
Tachometer und Tachowelle
Kupplungslager
Kupplungslager
Manschetten und Staubschutzmanschetten für Radbremszylinder
Manschetten und Staubschutzmanschetten für Radbremszylinder
Hydraulikschläuche für Kupplung und Bremse
Hydraulikschläuche für Kupplung und Bremse
Befestigungsmuttern für Radlager
Befestigungsmuttern für Radlager
Diverse Bolzen und Muttern am Motor
Diverse Bolzen und Muttern am Motor
Gummiteile für Kühlung und Vergaseranschluss
Gummiteile für Kühlung und Vergaseranschluss
Handlampe mit GOST-Stecker
Handlampe mit GOST-Stecker
Dichtungen rund um den Motor (Benzinpumpe, Krümmer, Entlüftung)
Dichtungen rund um den Motor (Benzinpumpe, Krümmer, Entlüftung)
Ventile und Ventilsitzringe
Ventile und Ventilsitzringe
Vergaser K135
Vergaser K135
Reparatursatz für K135
Reparatursatz für K135
Benzinpumpe
Benzinpumpe
Krümmerdichtungen
Krümmerdichtungen
38er Steckschlüssel für Radmuttern
38er Steckschlüssel für Radmuttern
Ventilschaftdichtungen und Ventilkeile
Ventilschaftdichtungen und Ventilkeile
Zündschlösser
Zündschlösser
Thermostatdichtungen, Manschetten für Kupplungsnehmerzylinder, Gummilager für Stoßdämpfer
Thermostatdichtungen, Manschetten für Kupplungsnehmerzylinder, Gummilager für Stoßdämpfer
Wasserablasshähne für Kühlsystem
Wasserablasshähne für Kühlsystem
grüne Kontrollleuchte
grüne Kontrollleuchte
noch mehr Hydraulikschläuche
noch mehr Hydraulikschläuche
Umlenkrolle für Seilwinde
Umlenkrolle für Seilwinde
Ölpumpe
Ölpumpe
noch mehr Gummiteile
noch mehr Gummiteile
Gaspedal und Gummi
Gaspedal und Gummi
Geberzylinder für Kupplung und Bremse
Geberzylinder für Kupplung und Bremse
Anlasser
Anlasser
Wasserpumpe
Wasserpumpe
Lichtmaschine
Lichtmaschine
Stoßdämpfer
Stoßdämpfer
Kupplungsautomat
Kupplungsautomat
Bremskraftverstärker mit Hauptbremszylinder
Bremskraftverstärker mit Hauptbremszylinder
Sicherungsautomaten
Sicherungsautomaten

Der Satz Ventilschäfte und diverse weiter Bolzen und Muttern sind beim Fotografieren schon unterwegs gewesen, aber auch vorhanden.

Kopfschrauben M11x1 wären in Stahl noch nett gewesen, waren aber nicht zu kriegen.

Damit sollte und an großen Teilen erstmal nichts mehr fehlen.

Kühlwasserablasshähne

We had some non-working taps for draining the coolant. Cleaning and removing more mud (again…) now made all four taps work correctly.

Hahn unter der Motorvorheizung
Hahn unter der Motorvorheizung

Wir hatten beim letzten Kühlwasserwechsel Probleme mit einigen der Ablasshähne. Nachdem wir auch in diesen noch Reste von Schlamm gefunden und diesen entfernt haben funktionieren jetzt alle Ablasshähne einwandfrei.

Das notwendige Werkzeug war dieses Mal ausnahmsweise kein Hammer, ein verzinkter Blumendraht zum Stochern und reichlich Druckluft zum Ausblasen haben den Job hervorragend erledigt.

Ölkühler

We are still – part by part – checking and maintaining details at our GAZ 66. The oil cooler of the GAZ can be activated or deactivated by a shut-off valve that up to now did not move and therefore prevented the oil cooler from being used. We managed to get the valve moving and checked if the line was not leaking, the first check was OK. Later on the trip through the Black Forrest anyhow the GAZ marked its way a little bit, this resulted from the connection behind the valve that was not fastened good enough. The problem was easily resoled, so now our oil cooler is operational.

Im Rahmen der weiteren Durchsicht unsers GAZ 66 stand noch die Inbetriebnahme des Ölkühler an. In der Anschlussleitung befindet sich ein Absperrhahn, der bisher recht schwergängig war.

Absperrhahn für den Ölkühler des GAZ 66
Absperrhahn für den Ölkühler des GAZ 66

Mittels leichter Schläge mit dem Gummihammer und einem Holzstiel konnte der Hahn gängig gemacht werden, eine erste Dichtigkeitsprobe war auch OK, so dass der Ölkühler jetzt in Betrieb ist.

Ölkühler am GAZ 66
Ölkühler am GAZ 66

Auf dem Weg in den Schwarzwald hat der GAZ dann aber doch begonnen, sein Revier zu markieren, die Verschraubung hinter dem Hahn hatte sich geringfügig gelöst, das Problem konnte durch Nachziehen der Verbindung dauerhaft gelöst werden.

Rätsel auf dem Dach – Es geht weiter

A while ago we found out that there was a place on top of our Kung box where a metal box was stored. We have meanwhile found such a box and it fits perfectly on top of the GAZ 66. Now we just have to find out how to fasten it there.

Bereits vor einiger Zeit hatten wir das Rätsel um den Metallrahmen auf dem Kung-Koffer unseres GAZ 66 gelöst.

Es handelt sich um den Platz für eine Box vom Typ ДК-4К mit einem Dekontaminationssatz. Eine solche Box haben wir jetzt gefunden und gekauft.

Dekontaminationsbox
Dekontaminationsbox

Rätsel gibt uns jetzt noch die Befestigung auf, normale Spanngurte passen da nicht.

Befestigungspunkte unbekannter Art
Befestigungspunkte unbekannter Art

Hinweise zur korrekten Befestigung werden gerne entgegen genommen.

Radhähne für Reserveräder – nächste Entwicklungsstufe

After some more research we managed to find and implement a good solution to be able to fill air into our GAZ 66 spare wheels, that are equipped with CTIS valves. These spare wheels would alternatively need to be mounted to the axle to be connected to the CTIS to fill air or check the air pressure.

The alternative solution is constructing an adapter that connects to the CTIS valve and ends with a standard inflation device. This is in principal not a big deal, but the thread dimension of M12x1.25 can hardly be found on any available adapters or fitting.

Unser GAZ 66 verfügt über eine Reifendruckregelanlage, die es ermöglicht, einfach den Reifendruck an allen vier Rädern zentral aus dem Führerhaus zu erhöhen oder zu senken. Dafür müssen nur vor einer Fahrt, bei der der Reifendruck angepasst werden soll, die Ventile an den Rädern geöffnet werden.

Schwierig dabei ist nur, an Reserverädern, die nicht auf der Achse stecken, bei montiertem Radhahn den Reifendruck zu prüfen oder Luft nachzufüllen. Hierzu müsste entweder der Radhahn demontiert werden und ein Standard-Ventileinsatz montiert werden oder ein entsprechender Adapter statt des Verbindungsrohres zur Nabe montiert werden. Ein solcher Adapter ermöglicht im Falle eines Radwechsels den einfachen Anschluss des Reserverades an der zentralen Reifendruckregelanlage.

Würde das getauschte Rad nicht mit der Reifendruckregelanlage verbunden werden, so wäre an der entsprechenden Radnabe die Regelanlage nicht verschlossen. Dadurch könnten die anderen Räder dann auch nicht mehr über die zentrale Regelung gefüllt werden.

Theoretisch ist es kein großes Problem, an einem Innengewinde einen Adapter auf einen Standard-Reifenfüllanschluss zu adaptieren. Praktisch sind an dieser Stelle aber wenig verbreitete Gewindekombinationen eingebaut, so dass eine individuelle Lösung gefunden werden muss. Das der Adapter möglichst kompakt gebaut werden soll, hilft im Zweifelsfall nur das Anfertigen von passenden Übergängen oder Bearbeiten von einseitig passenden Teilen.

In den vergangenen Wochen hatten wir durch intensive Suche bereits erste geeignete Komponenten gefunden, den entscheidenden Tipp hatten wir aus dem Bereich Hydraulik und Pneumatik bekommen.

Der Anschluss des Radhahns an die Reifendruckregelanlage erfolgt im Normalfall über ein Kupferrohr mit E-Bördel, die Überwurfmutter hat ein Gewinde M12x1,25. Diese Steigung im Gewinde ist das zentrale Problem bei der Konstruktion des Adapters.

Nach langem Suchen haben wir dann festgestellt, dass es passende Überwurfmuttern im Hydrauliksortiment von Citroen gibt. In diese Überwurfmutter muss dann auf der Ausgangsseite ein passendes Gewinde für die Pneumatik-Anschlusswinkel geschnitten werden, dort findet sich das nächste ungewöhnliche Gewinde, in diesem Fall G 1/8″ Feingewinde.

Citroën Überwurfmuttern 12x1,25 für Hydraulikleitungen mit E-Bördel
Citroën Überwurfmuttern 12×1,25 für Hydraulikleitungen mit E-Bördel

In diese Überwurfmuttern wird jetzt ein Feingewinde 1/8″ geschnitten, darin wird der Pneumatik-Anschluss verschraubt. Im Gegensatz zu der Bördelverschraubung, die ohne eingesetzte gebördelte Leitung nur mit viel Teflonband dicht wird, hält diese Verschraubung freiwillig den Druck.

Der Pneumatikanschluss hat auf der Ausgangsseite eine Verbindung auf eine 8mm Tecalan-Kunststoffleitung, in diese passt der bei Hansaflex erhältliche Reifenfülladapter.

Der von uns verwendete gewinkelte Pneumatikanschluss lässt sich jetzt in eine passende Richtung drehen, so dass das anzuschließende Füllventil bei Nichtbenutzung in eine geschützte Position geklappt werden kann.

Überwurfmutter mit zusätzlich geschnittenem Feingewinde
Überwurfmutter mit zusätzlich geschnittenem Feingewinde

Der Radhahn kann jetzt, nachdem aus dem Schlauchanschluss der Ventileinsatz entfernt worden ist, an der Felge montiert werden. Besonders zu beachten ist, dass die Verschraubung des Radhahns mit dem Schlauchanschluss sauber erfolgen muss, an dieser Stelle dichten die früher schon beschriebenen Quetschdichtungen aus dem Heizung-Sanitär-Sortiment 3/8″ x 8 mm. Diese Verschraubung ist an der rechten Seite des Radhahn zu sehen, hier noch nicht angezogen.

Radhahn mit offener Verschraubung zum Schlauch
Radhahn mit offener Verschraubung zum Schlauch

Final montiert sieht das am Reserverad dann so aus:

Radhahn mit Adapter zum Reifenfüllen
Radhahn mit Adapter zum Reifenfüllen

Geringe Undichtigkeiten an dieser Verschraubung sind tolerierbar, nach dem Regulieren des Reifendrucks sollte das Ventil im Radhahn mit dem 6mm-Vierkant geschlossen werden.

Reifendruckregelanlage – Es geht weiter

Another day with work on the CTIS of our GAZ 66. We finalized the preparation of the valves on the wheels and exchanged the O-rings at the connection point. These are 10x2mm rings.

Die meisten der außer Betrieb genommenen Komponenten der Reifendruckregelanlage an unserem GAZ 66 sind zwischenzeitlich in ausreichender Menge vorhanden und gründlich gereinigt. Der nächste Schritt ist jetzt also, diese Komponenten wieder an der Rädern zu montieren.

Rad am GAZ 66 ohne Druckluftverbindung zwischen Nabe und Ventil
Rad am GAZ 66 ohne Druckluftverbindung zwischen Nabe und Ventil

Das besondere Kunststück einer Reifendruckregelanlage ist es, bei drehendem Rad die unter Druck stehende Verbindung für die Druckluft vom starren Teil im Rahmen und den Achsen druckfest und dicht auf das sich drehende Rad zu übertragen. Die ist (nicht nur) beim GAZ 66 so gelöst, dass sich an der Nabe in Radmitte ein Anschluss befindet, der gegen die Achse mit einem O-Ring abgedichtet ist.
Aufstiegshilfen GAZ 66 mit Aussparung für den Anschluss der Reifendruckregelanlage
Aufstiegshilfen GAZ 66 mit Aussparung für den Anschluss der Reifendruckregelanlage

Die Verbindung muss durch die als Aufstiegshilfe dienenden Ringe geführt werden, diese haben dafür die ober erkennbare Aussparung.

Zum Schutz der außen am Rad verlaufenden Leitungen werden Bleche verwendet, die kurze Bauform wird an der Vorderachse eingesetzt, die lange an der Hinterachse.

Bleche zum Schutz der Leitung der Reifendruckregelanlage des GAZ 66, kurz vorne, lang hinten
Bleche zum Schutz der Leitung der Reifendruckregelanlage des GAZ 66, kurz vorne, lang hinten

Das Anschlussstück an der Nabe wird entfernt, der gesamte Bereich muss gründlich gereinigt werden, damit der O-Ring nicht zu schnell verschleißt und die auf der planen Fläche sitzende Dichtung gut dicht hält.
Dichtungsfläche der Radnabe zum Anschluss der Reifendruckregelanlage (GAZ 66, vorne rechts)
Dichtungsfläche der Radnabe zum Anschluss der Reifendruckregelanlage (GAZ 66, vorne rechts)

Das Anschlussstück wird ebenfalls gründlich gereinigt, es wird ein neuer O-Ring mit den Maßen 10×2 mm eingesetzt. Wir haben zum Fetten hier sogenanntes Hahnfett aus dem Heizung/Sanität-Bedarf verwendet, weil es die Gummiteile (da kommen noch mehr) nicht angreift. Vermutlich kann hier auch Silikonfett eingesetzt werden.
Einbau des O-Rings 10x2 mm am Anschluss der Reifendruckregelanlage
Einbau des O-Rings 10×2 mm am Anschluss der Reifendruckregelanlage

Gut gefettet muss dieses Teil dann mit ein wenig Nachdruck, aber ohne brachiale Gewalt in die Nabe hereinzuführen sein.
Anschluss satt mit Hahnfett gefettet
Anschluss satt mit Hahnfett gefettet

In der Vergangenheit hatten wir Probleme mit den Verschraubungen den Anschlüsse. Die dort ursprünglich verwendeten Schrauben waren aus relativ weichem Material und hatten ihre besten Zeiten deutlich hinter sich, entsprechend hatten die Gewinde auch bereits deutlich gelitten. Zusätzlich waren wohl bereits ab Werk die Gewinde ohne erkennbares System unterschiedlich tief geschnitten, so dass aus der Not heraus bereits unterschiedlich lange Schrauben eingesetzt waren.

Wir haben deshalb alle Gewinde sauber nachgeschnitten, dabei wurden die Gewinde für die Abdeckbleche gleich mit bearbeitet.

Nachschneiden der Gewinde
Nachschneiden der Gewinde

Jetzt können die Anschlüsse wieder mit M8x16 und die Abdeckbleche mit M8x12 befestigt werden, wir werden dort Edelstahlschrauben einsetzen.

Aus Ermangelung passender Ersatzdichtungen haben wir uns entschieden, die Anschlussstücke mit Flüssigdichtung einzusetzen. Bei den herrschenden Temperaturen hat sich die Dichtungsmasse etwas gewehrt, aus der Tube zu kommen, Vorwärmen hat geholfen.

Anschlussstück mit Flüssigdichtung
Anschlussstück mit Flüssigdichtung

Montiert sollte das jetzt vernünftig dicht sein und trotzdem relativ gut wieder demontiert werden können. Sollte die Flüssigdichtung sich hier nicht als ausreichende herausstellen werden wir neue Dichtungen aus Tetrapack-Verbundmaterial herstellen und dünn mit der Flüssigdichtung einstreichen. Durch die drei M8er Verschraubungen wird ein guter Anpressdruck erreicht.
Anschluss der Reifendruckregelanlage des GAZ 66 an der Radnabe, noch ohne Verrohrung
Anschluss der Reifendruckregelanlage des GAZ 66 an der Radnabe, noch ohne Verrohrung

Die Radhähne hatten wir bereits im Herbst 2014 begonnen, vorzubereiten. Auf dem jetzt in Betrieb befindlichen Satz Felgen ist der rechts im Bild zu sehende Typ Hähne eingesetzt, die sogenannte abgewinkelte Bauform.
Ventile
Radhähne / Absperrventile GAZ 66

Die benötigten Gummidichtungen, die ebenfalls mit dem oben genannten Hahnfett behandelt worden sind haben das Maß 3/8″x8mm und werden gerne für kleine Eckventile unter Waschbecken verwendet, man bekommt sie im Baumarkt oder besser beim Heizung/Sanität-Fachhändler. Die zugehörigen Beilagscheiben sind etwas kleiner als die üblichen Unterlagscheiben mit 8mm großem Loch, da passen die Standardteile aus dem Baumarkt oder vom Schraubenhändler nicht, hier benötigt man einen gutsortierten Fachhändler, uns hat der Flüssiggasspezialist meines Vertrauens wieder einmal weitergeholfen und mir die Teile schnell und unkompliziert bestellt, so dass wir alle Gummis und Metallringe neu oder neuwertig einbauen konnten.

Im Radhahn ist eine der kritischen Stellen der Ventilsitz, in dem das kugelförmige Ende der Spindel sauber sitzen muss, um bei abgesperrtem Hahn einen Luftverlust aus dem Rad in den Rest der Reifendruckregelanlage zu vermeiden. Die Ventilsitze in unseren Radhähnen waren unterschiedlich verschmutzt, teilweise mit Rost, teilweise nur leicht korrodiert, teilweise waren auch Spuren von Sand und Lehm dort zu finden.

Einer dieser Ventilsitze hatte bereits bis September 2014 für regelmäßigen Druckverlust am rechten vorderen Rad unseres GAZ gesorgt. Nacharbeit am Ventil hatte das Problem dauerhaft beseitigt.

Damit wir auch die anderen Ventilsitze entsprechend bearbeiten konnten haben wir uns ein Spezialwerkzeug gebaut.

Akkuschrauber mit IKEA-Bleistift zum Polieren der Ventilsitze in den Radhähnen
Akkuschrauber mit IKEA-Bleistift zum Polieren der Ventilsitze in den Radhähnen

Holz hat die geeignete Härte, Verschmutzungen von den Ventilsitzen mit etwas Polierpaste abzutragen, die Ventilsitze aber nicht zu beschädigen oder zu verkratzen. Der Akkuschrauber mit einem IKEA-Bleistift leistet hier gute Arbeit. Einen weiteren baugleichen Bleistift haben wir genutzt, um die Quetschdichtungen in den Radhähnen, in die dann der Anschluss an den Schlauch im Reifen erfolgt, passend auszurichten.