Baltikum und mehr 2017 – Übersicht, Wegpunkte, Berichte und Empfehlungen

At the end of the documentation of our 4×4 truck trip through the Baltic states, parts of Russia and Finland it’s time to give a comprehensive overview over the tracks and location, a guide through the collected stories plus an interactive map. Here we go…

Mittlerweile hat uns nach unserer diesjährigen Allrad-LKW-Tour durch das Baltikum (Estland, Lettland, Litauen), Sankt Petersburg, Ladogasee, Karelien und Finnland der Alltag wieder. Wir haben mit Tipps und Tricks (Danke insbesondere an Uli und Adam) mittlerweile auch die Tracks und Wegpunkte mit Bildern gespickt und in einer interaktiven Karte untergebracht.

In Summe also eine nette Wohnmobiltour mit gut 5.500 Kilometern in vier Wochen, mit einer Menge an Eindrücken und einer deutlichen Empfehlung für Reisen in diese Region.

zur interaktiven Tourenkarte - Bitte anklicken!
zur interaktiven Tourenkarte – Bitte anklicken und etwas Geduld haben!

Tourenkarte Baltikum 2017 auf Google Maps

Auf zahlreichen Wunsch hin gibt es jetzt den Zugang zu den Beiträgen mal in sinnvoller Reihenfolge:

Planung und Urlaubsvorbereitung (mit vielen alternativen Wegpunkten, Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten)

(1) Übersicht und Zielgebiet
(2) Anreise, Fähre nach Liepaja, Jurmala und Riga
(3) Riga, Pärmu, Haapsalu, Lahemaa Nationalpark und Herrenhäuser, Narva, Peterhof
(4) Sankt Petersburg, Eremitage, Katharinenpalast, Schlüsselburg, Naturpark Gribnoye, Wyborg, Ladogasee, Klosterinsel Walaam, Karelien
(5) Finnland, finnische Seenplatte, Olavinlinne, Punkaharju, Heinola, Hyvinkää und Helsinki
(6) Fähre Helsinki Tallinn, Tallinn, Ordensburg Cesis, Riga, Berg der Kreuze, Schloss Rundāle und Berg der Kreuze
(7) Vilnius, Trakai, Palanga, kurische Nehrung, Klaipeda und Fähre nach Kiel

Urlaubsberichte, Erfahrungen, Tipps und Tricks, noch mehr Wegpunkte, Bewertungen und Empfehlungen

(1) Anfahrt Richtung Fähre und Übernachtung am Northeimer See
(2) Fähre Tavemünde – Liepāja
(3) Lettische LKW-Maut und Straßenqualität
(4) Camping Vinrozes bei Liepāja
(5) Jurmala, Riga und Riverside Camping
(6) Pärnu, Stellplatz bei Topo Sadam, Eisenbahnmuseum in Haapsalu
(7) Lahemaa Nationalpark – Strand, Herrenhäuser und Hochmoor
(8) Lahemaa Nationalpark – Camping Lahemaa Kohvikann, Palmse und Sagadi Küla
(9) Russische Grenze bei Narva
(10) St. Petersburg – Camping bei Peterhof
(11) St. Petersburg – Registrierung und Sehenswürdigkeiten
(12) Übernachtung am Katharinenpalast
(13) Festung Schlüsselburg im Ladogasee
(14) Besuch bei unserem Freund Ilja
(15) Wyborg – Burg, Altstadt und Markthalle
(16) Karelien – Ivecotreffen beim Ladogasee in Rantala
(17) Klosterinsel Walaam im Ladogasee
(18) Museumsdorf Kinerma
(19) Karelien Grenze zwischen Russland und Finland
(20) Camping Karjalan Kievari
(21) Finnische Seenplatte, Punkaharju und Olavinlinna
(22) Saimaa-See – Camping beim Sahanlahti Resort
(23) Finnisches Eisenbahnmuseum in Hyvinkää
(24) Helsinki – Camping Rastila
(25) Helsinki – Architektur und andere Impressionen
(26) Fähre Helsinki – Tallinn
(27) Tallinn – Besichtigung der mittelalterlichen Altstadt
(28) Tallinn – Camping außerhalb im Vanamõisa Caravanpark
(29) Estnisches Automobilmuseum im Halinga
(30) Ordensburg Cesis im Gauja-Nationalpark
(31) Camping Apalkalns
(32) Burg Turaida
(33) Camping Lauču Akmens bei Riga
(34) Schloss Rundāle und das benachbarte Automuseum
(35) Litauische Vignetten
(36) Berg der Kreuze
(37) Camping Kurtuvenai
(38) Restaurants an der Autobahn
(39) Reise zum Mittelpunkt Europas
(40) Vilnius City Camping
(41) Vilnius – Altstadt und Republik Užupis
(42) Wasserburg Trakai
(43) Camping Žemsodis an der Minija
(44) Mystischer Garten des Vilius Orvyd
(45) Palanga – Bernsteinmuseum, Park und Strand
(46) Camping Karkle Camp
(47) Shopping und Fähre Klaipeda – Kiel
(48) Heimweg zum Unimogtreffen

Letzte Urlaubsetappe: Unimogtreffen und Heimweg

Back in Germany from our trip through Lithuania, Latvia, Estonia, St. Petersburg region, Lake Ladoga and Finland with the two IVECO-based 4×4 mobile homes (110-17 and 90-16) we had a stop overnight at a friend of us. Thanks to Peter for the heartily welcome. On the next morning we started early: Bernd had an even longer trip home than we had, we had decided to head forward to the Rhein/Main-Unimog event.

All in all we have made 5.500 kilometers including the parts on German autobahn and have seen a lot. This region is definitely worth to be visited.

Am Ende unserer Reise durch Litauen, Lettland, Estland, die Region um Sankt Petersburg und den Ladogasee und Finnland hatten wir dann noch eine letzte große Autobahnetappe vor uns. Wir nahmen die Einladung zu unserem Freund Peter ins Alte Land an (Herzlichen Dank für den super netten Abend!) und starteten von dort aus dann am nächsten Morgen recht zeitig durch: Bernd hatte mit dem Iveco 90-16 noch ein paar Kilometer mehr vor sich, wir hatten mit dem Iveco 110-17 uns ein letztes Ziel für die Tour gesetzt: das Unimogtreffen in Wächtersbach. Ein schöner Abschluss für vier Wochen und 5.500 km voller Eindrücke.

Diese Region ist definitiv eine Reise wert.

Zum Abschluss trotzdem noch zwei Bilder aus Wächtersbach, wo unsere Urlaubsreise endete:

Unimogtreffen 2017 in Wächtersbach
Unimogtreffen 2017 in Wächtersbach

Blick von den Terrassen auf das Fahrgelände
Blick von den Terrassen auf das Fahrgelände

Klaipeda Kiel

On our way back home we took the ferry from Klaipeda to Kiel. In Klaipeda we did some shopping in a modern mall. Shopping for men and women: in the mall we found a shoe shop as well as a DIY store. Certainly we also visited the supermarket where we bought last souvenirs for our friends at home.

Since october 2016 the DFDS ferry to Kiel ships from the new Central Klaipeda Terminal. Please check the coordinates in advance.

Auf dem Weg zurück nach Deutschland nahmen wir die Fähre von Klaipeda nach Kiel. In Klaipeda gingen wir noch in einem Einkaufszentrum shoppen.
Uns empfing ein neues und modernes Einkaufszentrum, das kaum Wünsche offen ließ: Es gab sowohl ein großes Schuhgeschäft, als auch einen Baumarkt.

Einkaufszentrum in Klaipeda
Einkaufszentrum in Klaipeda

Im Supermarkt deckten wir uns dann zum letzten Mal mit den regionalen Spezialitäten als Mitbringsel für die Freunde zu Hause ein.
Das Einkaufszentrum befand sich an einer der großen Straßen in Klaipeda (A1 / E85), direkt an einem Kreisverkehr.
Auf dem großen Parkplatz konnten wir uns freie Plätze aussuchen.

Parken: N55.69272 E21.18190

Auf unserem Weg durch Klaipeda sahen wir noch mehr (und größere) Einkaufszentren, vielleicht lohnt sich doch ein längerer Aufenthalt.

Danach ging es weiter zum Fährhafen und dann auf die Fähre nach Kiel.
Seit Oktober 2016 legt die Fähre nach Kiel von dem neuen Terminal Central Klaipeda Terminal (CKT) ab.

Fähranleger: Central Klaipeda Terminal
https://www.dfdsseaways.de/kundenservice/anreise_kiel_klaipeda
Telefon: +49 40-3890371 N55.68477 E21.14578

Blick von der Fähre auf das Terminal in Klaipeda
Blick von der Fähre auf das Terminal in Klaipeda

Die Einschiffung verlief gewohnt professionell.
Die Fähre (DFDS) war deutlich auch auf Touristen als Zielgruppe ausgelegt. Es gab sowohl ein Selbstbedienungsrestaurant, als auch ein Restaurant mit Service, außerdem zwei Bars.
Insgesamt also eine Auswahl für jeden Geschmack und Hunger.

Ausfahrt aus der Kurischen Nehrung
Ausfahrt aus der Kurischen Nehrung

Sonnenuntergang auf der Ostsee
Sonnenuntergang auf der Ostsee

Die Fahrt endete am Nachmittag des Folgetags in Kiel. Dort empfingen uns zum Abschluss die Segler der Kieler Woche.

Fähranleger Kiel Ostuferhafen: N54.33372 E10.17349

Leuchtturm Kiel
Leuchtturm Kiel

Segler bei der Kieler Woche
Segler bei der Kieler Woche

Nochmal Camping an der Ostsee: Camping Karkle Camp

After the visit at the Amber Museum in Palanga we had one more day and 35 km to reach our ferry back home to Germany. We decided to stay at ‚Karkle Camp‘, between Palanga and Klaipeda at the Baltic Sea. A good place to relax, take a walk on the beach – or do some bathing when the weather is warmer later in the year.

Nach unserem Besuch im Bernsteinmuseum in Palanga trennten uns noch ein Tag und 35 km von der Fähre in Klaipeda, die uns zum Abschluss unserer Wohnmobiltour durch das Baltikum mit Abstecher an den Ladogasee und durch Finnland wieder zurück nach Deutschland bringen sollte. Nicht genug Zeit, um der kurischen Nehrung einen Besuch abzustatten, die hatten wir ja bereits in den beiden vergangenen Jahren bereits intensiv bereist. Genug Zeit aber, um an der Ostsee noch einen letzten schönen Campingplatz zu suchen und auf diesem ein wenig auszuspannen und dann gemütlich am nächsten Tag zur Fähre zu fahren.

Übernachtung: Camping KarkleCamp
http://www.karklecamp.com/
+370 688 482 80 N55.80847 E21.07284

Karkle Camp mit praktischen überdachten Tischen und Bänken
Karkle Camp mit praktischen überdachten Tischen und Bänken

Bei dem Örtchen Karklé finden sich eine ganze Anzahl nett gelegener Campingplätze, teilweise in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander. Wir haben uns im Vorbeifahren einige Plätze angeschaut, teilweise scheinen diese auch nur Wiesen zum Zelten zu sein. Der von uns bereits vorher als heißer Kandidat ausgesuchte Platz ‚Karkle Camp‘ war dann definitiv eine sehr gute Wahl.

Die Zufahrt liegt direkt an der Ortsstraße (2217), der Platz ist sehr geräumig, gut ausgestattet und nur wenige Minuten Fußweg vom Strand entfernt. Wir haben dort auch mal wieder Waschmaschine und Trockner in Anspruch genommen und vor der Rückfahrt ‚klar Schiff‘ gemacht, nicht unpraktisch wenn man mit dem Laster zuhause nicht direkt an der Wohnung parken kann.

Sandstrand an der Ostsee beim Karkle Camp (Karklé)
Sandstrand an der Ostsee beim Karkle Camp (Karklé)

Auch hier fiel uns – wie durchgängig auf den Campingplätzen auf unserer Reise – sehr positiv auf, wie sauber und gepflegt der gesamte Platz und die sanitären Anlagen waren. Den Tipp, ein wenige hundert Meter südlich gelegenes Restaurant mit sehr guter bodenständiger Küche zu besuchen, haben wir leider zu spät bekommen, Nachfrage auf dem Platz dürfte da aber bei Bedarf helfen.

Blick in den Kung-Koffer unseres GAZ 66, diesmal unterwegs auf dem Iveco 110-17
Blick in den Kung-Koffer unseres GAZ 66, diesmal unterwegs auf dem Iveco 110-17

Palanga: Bernsteinmuseum, Park und Strand

One of the final highlights of our trip was a visit to Palanga on the Baltic Sea. The ‚Amber Museum‘, located in the castle built for Feliks Tyszkiewicz, is worth a visit. If you follow this advice, also enjoy a walk through the beautiful park and do not forget to visit the wonderful white and sandy beach.

Bernsteinmuseum Palanga im Schloss des Grafen Feliks Tyszkiewicz
Bernsteinmuseum Palanga im Schloss des Grafen Feliks Tyszkiewicz

Parking seems to be difficult in the center of Palanga, even cars are only allowed to be parked for max. 15 minutes. That was the reason for us, not to visit Palanga itself. Outside Palanga, close to the park it was a bit easier to find a suitable parking lot, where we could even park our 4×4 trucks we travelled with.

Schlosspark Palanga
Schlosspark Palanga

Ziel: Bernsteinmuseum in Palanga
http://www.pgm.lt/index_en.htm
+370 460 53501 Webseite N55.90683 E21.05577

Parken: unweit des örtlichen Fußballplatzes N55.90370 E21.06308

Einer der letzten geplanten Höhepunkte auf unserer Reise war der Besuch des Bernsteinmuseums in Palanga. Das Museum ist in dem für den Grafen Feliks Tyszkiewicz erbauten und frisch renovierten Schloss untergebracht und von einem wunderschönen Park umgeben, von dem man auch in wenigen hundert Metern den traumhaften weißen Sandstrand erreicht.

Strand an der Ostsee bei Palanga
Strand an der Ostsee bei Palanga

Das Museum zeigt sowohl sehr schöne Räume des Schlosses, als auch eine Menge interessanter Information rund um das Entstehen und die Verarbeitung von Bernstein sowie historische und moderne Stücke, die aus Bernstein gearbeitet sind.

Räume im Schloss (Palanga)
Räume im Schloss (Palanga)

Exponate im Bernsteinmuseum in Palanga
Exponate im Bernsteinmuseum in Palanga

moderne Kunst im Bernsteinmuseum in Palanga
moderne Kunst im Bernsteinmuseum in Palanga

Das Parken gestaltet sich unmittelbar in Palanga generell schwierig. Scheinbar dürfen auch PKWs im Ort maximal 15 Minuten geparkt werden, wir haben daher auf einen Besuch des Zentrums von Palanga mit unseren ausgewachsenen Wohnmobilen (Iveco 110-17 und 90-16) verzichtet.

Schloss des Grafen Feliks Tyszkiewicz
Schloss des Grafen Feliks Tyszkiewicz

Das Bernsteinmuseum und der umgebende Park liegen aber ca. 2 km südlich des Zentrums in Richtung Klaipeda. Außerhalb des Parks haben wir an der oben markierten Stelle in der Vorsaison problemlos und ohne Zeitbeschränkung parken können.

Details im Schlosspark Palanga
Details im Schlosspark Palanga

Wasserspiele im Schlosspark Palanga
Wasserspiele im Schlosspark Palanga

mobile Wasserspiele im Schlosspark Palanga
mobile Wasserspiele im Schlosspark Palanga

Statue im Schlosspark Palanga beim Bernsteinmuseum
Statue im Schlosspark Palanga beim Bernsteinmuseum

Orvydas Sodyba: Mystischer Garten des Vilius Orvyd

Another very special place we saw during our visit to Lithuania was the ‚Mystic Garden of Vilius Orvid‘. It presents a collection of artwork made of stone in an atmosphere, that can only be compared to that at the ‚Hill of Crosses‘.

Mystischer Garten des Vilius Orvyd
Mystischer Garten des Vilius Orvyd

Weg durch den mystischen Garten des Vilius Orvyd
Weg durch den mystischen Garten des Vilius Orvyd

Ziel: Mystischer Garten des Vilius Orvyd
https://www.orvidusodyba.lt/en/
+370 613 28624 und +370 688 16207 N56.05122 E21.61042

Kreuz im mystischen Garten des Vilius Orvyd
Kreuz im mystischen Garten des Vilius Orvyd

Auf unserer Wohnmobil-Reise durch das Baltikum hatten wir von anderen Reisenden, die wir auf einem Campingplatz getroffen hatten, den Tipp bekommen, dem mystischen Garten des Vilius Orvyd, auch bekannt als Absurditätenmuseum, einen Besuch abzustatten. Für diesen Tipp nochmals herzlichen Dank.

Skulpturen im mystischen Garten des Vilius Orvyd
Skulpturen im mystischen Garten des Vilius Orvyd

Die Atmosphäre in diesem Park ist am ehesten zu vergleichen mit der Stimmung am Berg der Kreuze. Mehrere Generationen der Familie Orvyd, die als Steinmetze aktiv waren, haben hier – teilweise gegen massiven politischen Widerstand – Objekte aus Stein (wie z.B. alte Grabsteine) gesammelt, bearbeitet und ausgestellt und damit einen Park, in dem sich auch die Werkstätten befinden, mit dieser unbeschreiblichen Atmosphäre und einer wunderschönen Mischung aus Kultur und Natur geschaffen.

Skulptur im mystischen Garten des Vilius Orvyd
Skulptur im mystischen Garten des Vilius Orvyd

Werkstattgebäude im mystischen Garten des Vilius Orvyd
Werkstattgebäude im mystischen Garten des Vilius Orvyd

Werkstätte des Vilius Orvyd
Werkstätte des Vilius Orvyd

versteinertes Gesicht im mystischen Garten des Vilius Orvyd
versteinertes Gesicht im mystischen Garten des Vilius Orvyd

Als echten Bonus für diese Sehenswürdigkeit würden wir uns noch ein Café und moderne sanitäre Anlagen wünschen. Wenn man mit dieser Einschränkung leben kann, ist der mystische Garten definitiv einen Besuch wert.

Steine im mystischen Garten des Vilius Orvyd
Steine im mystischen Garten des Vilius Orvyd

Maikäfer
Maikäfer

Camping auf dem Weg von Vilnius an die Ostsee: Camping Zemsodis

On our way back from Vilnius to the Baltic Sea we had enough time for an additional stay over night at Camping Žemsodis. This made sense, especially because we had planned to follow the advice of other travelers to visit a so called ‚mystic garden‘ not too far from Žemsodis.

Camping Žemsodis is located on the banks of the small river Minija, which is a great place for canoe trips. The place offers all equipment in a shop plus canoes for rental and also has a very nice restaurant.

A special offer is a small lake on the site, where you can try canoeing for free and get some first experience before deciding for a trip on the river Minija.

If you travel with mobile homes bigger than 3,5 tons (like we do) you should get in contact with Camping Žemsodis before arriving, because the access road has a weight limit of 3,5 tons. We had to be a bit careful when entering, but were brought to a very nice part of the camping site, where we had a wonderful stay.

Unsere vierwöchige Tour mit den Allrad-Lastern neigte sich dem Ende zu als wir aus Richtung Vilnius zur Fähre nach Klaipeda wollten. Wenn man mit Oldies wie unseren beiden Lastern unterwegs ist, dann bietet es sich an, ein wenig Zeitpuffer für den Fall der Fälle einzuplanen. Den Puffer haben wir zum Glück nicht gebraucht und so konnten wir auf dem Weg zurück an die Ostsee noch einem spontanen Tipp folgen und einen mystischen Garten besuchen. Dieser Besuch lies sich gut mit einer zusätzlichen Übernachtung beim Camping Žemsodis verknüpfen.

Camping Žemsodis
Camping Žemsodis

Übernachtung: Camping Žemsodis
https://www.zemsodis.lt/?lang=en
+370 620 26033 N55.87622 E21.75006

Žemsodis liegt am Flüsschen Minija, das als anspruchsvolles Paddelgewässer bekannt ist. Entsprechend können vom Campingplatz aus sehr gut entsprechende Touren geplant werden. Es stehen dort sowohl ein Verleih von Booten, wie auch ein Shop für alles, was man zum Paddeln braucht, zur Verfügung. Diesen findet man im Hauptgebäude, in dem sich auch das ebenfalls empfehlenswerte Restaurant befindet. Wir selbst haben dort nur einen kleinen Snack zu uns genommen. Die Platten, die an den Nachbartischen aufgetragen wurden, sahen aber auch sehr gut aus.

ein kleiner Snack im Restaurant
ein kleiner Snack im Restaurant

Eigentlich ist der Platz in der Einfahrt mit einer Einfahrtsbeschränkung für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gewicht gekennzeichnet. Auf Anfrage wurden wir aber auch mit 9 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht bein unserem Iveco 110-17 in einen geeigneten Bereich des Platzes dirigiert und haben weder auf dem Stellplatz, noch auf den Wegen irgendwelche Spuren hinterlassen. Für schwere Fahrzeuge empfiehlt sich also während der Saison sicherlich eine telefonische Voranfrage.

angenehm weitläufige Stellplätze
angenehm weitläufige Stellplätze

Stellplatz und reichlich Tische und Bänke mit Sonnenschirmen
Stellplatz und reichlich Tische und Bänke mit Sonnenschirmen

Der Platz ist sehr weitläufig und wird wohl gerade wegen der Kombination mit den Kanutouren (es ist sogar ein kleiner Übungssee für kostenloses Paddeln vorhanden) auch gerne von Gruppen oder Schulklassen zum Zelten genutzt.

Übungsgewässer für Kanuten auf dem Campingplatz Žemsodis an der Minija
Übungsgewässer für Kanuten auf dem Campingplatz Žemsodis an der Minija

Für uns war dieser Zwischenstopp eine angenehme Unterbrechung der langen Distanz von Vilnius zurück an die Ostsee.

Wasserburg Trakai bei Vilnius

Trakai Island Castle, approx.30 km to drive from Vilnius, is an impressive castle from late medieval ages. Although a bit crowded with other tourists, we enjoyed our visit.

Ziel: Die spätmittelalterliche Wasserburg Trakai. Diese Burg zählt heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Litauen und wird als Museum genutzt.
http://www.trakai-visit.lt/
+370 528 51934 N54.65232 E24.93362

Parken: Parkmöglichkeit für größere Fahrzeuge
N54.64540 E24.93427

Hauptgebäude der Wasserburg Trakai bei Vilnius in Litauen
Hauptgebäude der Wasserburg Trakai bei Vilnius in Litauen

In etwas 30 km Fahrdistanz von Vilnius entfernt befindet sich mit der Wasserburg Trakai eine weitere bekannte litauische Sehenswürdigkeit, die natürlich prompt auch auf unserem Programm stand. Wir hatten bisher an den meisten besichtigten Orten auf unserer Wohnmobilreise genossen, dass zu solch früher Zeit in der Saison (Mitte Mai – Mitte Juni) an den meisten besuchten Sehenswürdigkeiten angenehme Leere herrschte. In Trakai geht das auch ganz anders.

Zugang zur Wasserburg Trakai
Zugang zur Wasserburg Trakai

Trakai ist ein imposante Burg, inmitten eines malerischen Sees gelegen und vom angegebenen Parkplatz aus mit einem kurzen Fußweg zu erreichen. So haben auch wir unsere beiden zu Wohnmobilen ausgebauten Allrad-LKWs (Iveco 110-17 und 90-16, dieses Jahr ohne GAZ 66) gut unterbringen können, ohne den Durchgangsverkehr zu blockieren.

restaurierter Saal in der Wasserburg Trakai
restaurierter Saal in der Wasserburg Trakai

Innerhalb der Burg sind diverse Räume sehr schön restauriert und werden heute als Museum genutzt.

Wasserburg Trakai: Burggraben
Wasserburg Trakai: Burggraben

Vilnius – unsere dritte baltische Hauptstadt

After our visit to the other two Baltic capitals Riga and Tallinn we finally arrived at Vilnius, the capital of Lithuania. Vilnius has a long history that is different from the other two mentioned cities, it did not have the strong influence from the crusaders or from the Hanseatic League.

We started with a sightseeing trip by bus, that started from ‚Vilnius City Camping‘ and continued our visit with a half day walk through the old town and through ‚The Republic of Užupis‘.

Kathedrale St. Stanislaus (Vilnius) mit Glockenturm
Kathedrale St. Stanislaus (Vilnius) mit Glockenturm

Auf unserer Reise durch die Baltischen Staaten hatten wir bereits Riga und Tallinn besichtigt, denen man – als Hafenstädte an der Ostsee kaum verwunderlich – einen deutlichen Einfluss der Hanse bis heute ansieht. Unter diesem Einfluss, wie auch unter dem der Kreuzritter, hat Vilnius nie sehr stark gestanden.

Trotzdem hat Vilnius eine Jahrhunderte alte Geschichte vorzuweisen und ist einen Besuch wert. Wir haben diesen Besuch mit einer Busrundfahrt begonnen, der Bus startete praktischerweise auf dem ‚Vilnius City Camping‘. Besonders interessant fanden wir an diversen Stellen die Mischung aus Historie und aktuellen Entwicklungen.

spannender Mix aus Alt und Neu in Vilnius
spannender Mix aus Alt und Neu in Vilnius

Nach der Busrundfahrt haben wir uns Zeit für eine ausgiebige Besichtigung der Altstadt und der Republik Užupis genommen.

St. Peter und Paul (Vilnius)
St. Peter und Paul (Vilnius)

Fliegendes Schiff in St. Peter und Paul (Vilnius)
Fliegendes Schiff in St. Peter und Paul (Vilnius)

Straße in der Altstadt von Vilnius
Straße in der Altstadt von Vilnius

St. Kasimir (Vilnius)
St. Kasimir (Vilnius)

barocke Innenansicht in St. Kasimir (Vilnius)
barocke Innenansicht in St. Kasimir (Vilnius)

Blick durch das Tor der Morgenröte in Vilnius
Blick durch das Tor der Morgenröte in Vilnius

Der etwas abseits am anderen Ufer des Flusses Vilna gelegene Stadtteil Užupis ist stark von Künstlern und der alternativen Szene geprägt und noch nicht ganz so herausgeputzt, wie viele Teile der historischen Altstadt. Dort wurde die unabhängige Republik Užupis ausgerufen, die über eine sehr eigene Verfassung verfügt.

keine Kontrolle an der Grenze zu Republik Užupis
keine Kontrolle an der Grenze zu Republik Užupis

Verfassung der unabhängigen Republik Užupis:
Jeder Mensch hat das Recht, beim Fluss Vilnia zu leben, und der Fluss Vilnia hat das Recht, an jedem vorbei zu fließen.
Jeder Mensch hat das Recht auf heißes Wasser, Heizung im Winter und ein gedecktes Dach.
Jeder Mensch hat das Recht zu sterben, aber das ist keine Pflicht.
Jeder Mensch hat das Recht, Fehler zu machen.
Jeder Mensch hat das Recht, einzigartig zu sein.
Jeder Mensch hat das Recht zu lieben.
Jeder Mensch hat das Recht, nicht geliebt zu werden, aber nicht notwendigerweise.
Jeder Mensch hat das Recht, gewöhnlich und unbekannt zu sein.
Jeder Mensch hat das Recht, faul zu sein.
Jeder Mensch hat das Recht, eine Katze zu lieben und für sie zu sorgen.
Jeder Mensch hat das Recht, nach dem Hund zu schauen, bis einer von beiden stirbt.
Ein Hund hat das Recht, ein Hund zu sein.
Eine Katze ist nicht verpflichtet, ihren Besitzer zu lieben, aber muss in Notzeiten helfen.
Manchmal hat jeder Mensch das Recht, seine Pflichten nicht zu kennen.
Jeder Mensch hat das Recht auf Zweifel, aber das ist keine Pflicht.
Jeder Mensch hat das Recht, glücklich zu sein.
Jeder Mensch hat das Recht, unglücklich zu sein.
Jeder Mensch hat das Recht, still zu sein.
Jeder Mensch hat das Recht zu vertrauen.
Niemand hat das Recht, Gewalt anzuwenden.
Jeder Mensch hat das Recht, für seine Unbedeutsamkeit dankbar zu sein.
Niemand hat das Recht, eine Ausgestaltung der Ewigkeit zu haben.
Jeder Mensch hat das Recht zu verstehen.
Jeder Mensch hat das Recht, nichts zu verstehen.
Jeder Mensch hat das Recht zu jeder Nationalität.
Jeder Mensch hat das Recht, seinen Geburtstag nicht zu feiern oder zu feiern.
Jeder Mensch sollte seinen Namen kennen.
Jeder Mensch kann teilen, was er besitzt.
Niemand kann teilen, was er nicht besitzt.
Jeder Mensch hat das Recht, Brüder, Schwestern und Eltern zu haben.
Jeder Mensch kann unabhängig sein.
Jeder Mensch ist für seine Freiheit verantwortlich.
Jeder Mensch hat das Recht zu weinen.
Jeder Mensch hat das Recht, missverstanden zu werden.
Niemand hat das Recht, jemand anderem die Schuld zu geben.
Jeder hat das Recht, individuell zu sein.
Jeder Mensch hat das Recht, keine Rechte zu haben.
Jeder Mensch hat das Recht, keine Angst zu haben.
Lass dich nicht unterkriegen!
Schlag nicht zurück!
Gib nicht auf!

Unsere Wohnmobile haben wir auf dem Campingplatz gelassen und sind zu Fuß und mit dem Bus unterwegs gewesen, was an dieser Stelle wieder einmal die einzige vernünftige Lösung war, unsere Dickschiffe (Iveco 110-17 und 90-16) sind innerhalb solcher Altstädte einfach nicht sinnvoll unterzubringen, was aber für uns definitiv kein Problem dargestellt hat.

Camping in Vilnius: Vilnius Camping oder Vilnius City Camping

For the visit of Vilnius we had planned to stay on a camping site in Vilnius for two nights. Our first candidate was ‚Vilnius City Camping‘, close to the city center. The day before we arrived at Vilnius we had identified another option: the new ‚Vilnius Camping‘ close to the Ibis Styles Hotel. The interesting point of Vilnius Camping is a free shuttle to the city and to the airport.

We had a short visit at ‚Vilnius Camping‘ and found a spacious site with very good infrastructure, belonging to the Ibis Styles Hotel. Unfortunately this site is located directly aside the main road from Vilnius to Minsk and we expected a lot of traffic, also during the night. We didn’t try, but decided to stay at ‚Vilnius City Camping‘, which also offered a very good service and infrastructure and was chosen by a lot of other campers as well. Anyhow ‚Vilnius Camping‘ might be worth a try, especially if the other locations are completely booked.

There were two additional benefits we liked very much at ‚Vilnius City Camping‘: First a big and well equipped kitchen that could be used for cooking and eating / sitting together with a group of people, which we used due to the rainy weather during our visit. Second was the option to jump on the sight-seeing bus, that starts his tour in the morning from this place and offers a good tour. The bus can be booked at the reception of ‚Vilnius City Camping‘.

Although the weather was not that good during our visit, we enjoyed the two-days stay and had a pleasant time.

'Vilnius Camping' - Wiese für Camper am Ibis Styles, Vilnius
‚Vilnius Camping‘ – Wiese für Camper am Ibis Styles, Vilnius

'Vilnius Camping' - sanitäre Anlagen
‚Vilnius Camping‘ – sanitäre Anlagen

Übernachtung: Vilnius City Camping
http://www.vilnius-camping.lt/
+370 629 72223 N54.6803 E25.2260

Alternative Übernachtung: Vilnius Camping beim Ibis Styles
https://www.accorhotels.com/de/hotel-A076-ibis-styles-vilnius/index.shtml
+370 5 203 2282 N54.65101 E25.31580

Zur Besichtigung der litauischen Hauptstadt Vilnius hatten wir nochmals zwei Übernachtungen auf dem gleichen Platz eingeplant. Wir hatten dafür ‚Vilnius City Camping‘ eingeplant, einen Tag vor unserer Ankunft aber noch ‚Vilnius Camping‘ am Hotel ‚Ibis Styles‘ mit der Option eines freien Shuttleservices zum Flughafen und in die Stadt als Alternative identifiziert.

Wir waren neugierig und haben uns ‚Vilnius Camping‘ angeschaut. Der Platz liegt unmittelbar an der A3, der Hauptausfallstraße nach Minsk. Daher hatten wir die Befürchtung, dass es hier auch über Nacht recht laut bleibt. Der Platz verfügt aber über neue und bei unserem Besuch sehr saubere sanitäre Einrichtungen und reichlich Platz. Für große Wohnmobile, wie wir sie benutzen, ist der Platz definitiv gut geeignet.

Wir haben dort bei unserem Besuch keine anderen Camper angetroffen, die wir nach Erfahrungen befragen konnten und haben uns deshalb für den ursprünglich geplanten Platz ‚Vilnius City Camping‘ entschieden.

Der Platz ‚Vilnius City Camping‘ verfügt ebenfalls über sämtliche benötigte Infrastruktur in sehr guter Qualität und war gut frequentiert. Es war trotzdem noch reichlich Platz für uns vorhanden, so dass wir den Eindruck hatten, eine gute Wahl getroffen zu haben.

unsere beiden Ivecos auf dem Vilnius City Camping
unsere beiden Ivecos auf dem Vilnius City Camping

Praktische Einrichtung auf diesem Platz, die wir auch prompt genutzt haben, ist der Bus zur Stadtrundfahrt, der morgens direkt vom Campingplatz startet und den wir für die Stadtrundfahrt genutzt haben. Dabei haben wir eine gute Übersicht über Vilnius bekommen und wussten, was wir uns später noch genauer anschauen wollten. Der Bus kann an der Rezeption des Campingplatzes gebucht werden.

Zum Schluss sollte auch noch die hervorragend ausgestattete Küche mit großem Aufenthaltsraum nicht unerwähnt bleiben, die den Campern zur Verfügung steht. Hier kann man – auch und gerade bei schlechtem Wetter – sehr angenehm mit ein paar Leuten mehr zusammen kochen, essen und z.B. den Abend verbringen.

Insgesamt hatten wir für unsere Anforderungen den Eindruck, die richtige Wahl bei der Auswahl des Platzes getroffen zu haben und haben die geplanten zwei Nächte dort sehr genossen.

GAZ 66 – Allrad-LKW als Werkstattwagen